Was war los? - und halbe Argentinierin?
Hallo meine Lieben,
ich weiß, dass ich schon lange leider nichts mehr gepostet habe, dafür habe ich etwas an dem Layout und weiteren Einstellungen an dem Blog gearbeitet, damit alles etwas persönlicher ist.
Viele haben mir gesagt, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn ich mich nicht häufig melden kann, weil no news good news. Aber ich will euch ja auch von meiner letzten Zeit berichten.
Mittlerweile bin ich nun schon 7 Wochen in Argentinien und Córdoba ist schon sowas wie ein zu Hause für mich geworden und es freut mich sehr, dass erzählen zu können.
Neuerdings habe ich zwei Tandempartner durch das Uniprogramm gewinnen können. Mit diesen habe ich mich auch schon ein paar mal getroffen. Sie heißen Malena und Tomás. Malena kommt im nächsten Semester für ein Jahr nach Frankfurt und spricht auch schon gut deutsch. Tomás war bereits ein Jahr in Passau und spricht schon fast perfekt deutsch, so dass ich ihm eigentlich kaum noch was beibringen kann, aber er unterstützt mich dafür umso mehr. Ich glaube das Tandemprogramm bringt wirklich viel und ich habe das Gefühl mich zu verbessern und es ist toll um Kontakt zu den Argentiniern aufzubauen.


1. Treffen mit Malena in einer netten Bar im Zentrum. 1. Mal Medialunas (noch süßere Croissants) gegessen.
Malena habe ich direkt am Wochenende dann noch mal in ihrem Haus besucht. Sie wohnt mit ihren Eltern etwas weiter von meinem Stadtviertel entfernt. So musste ich zum ersten Mal einen Bus nehmen. Diese werden hier Colectivos genannt und es existieren keine Routen, Uhrzeiten oder Bushaltestellen. Das ist schon etwas kompliziert, aber zum Glück hat mir Malena alles genau erklärt. Obwohl es noch nicht einmal Fahrpläne gibt, ist das System der Bezahlung dafür umso moderner. Hier gibt es Chipkarten, die man vorher in kleinen Kiosks aufladen muss und dann im Bus an die entsprechende Zahlstelle hält. Leider wusste ich nicht, dass man dann einen Beleg bekommt, den man bei einer eventuellen Kontrolle vorzeigen muss. Demenstprechend hatte ich diesen auch nicht. Und natürlich kam in meinem Fall der Kontrolleur. Aber armen Deutschen, die kaum Spanisch sprechen und auf Mitleid tun, kann man ja schon mal verzeihen und schließlich hatte ich ja auch wirklich bezahlt. Glück gehabt!

Malenas Haus.

Malena mit ihrer Schwester Alina.




Tereré. Eine abgeschwächte Form von Maté.
Bei Malena zu Hause habe ich dann ihre ganze sehr, sehr nette Familie kennen lernen dürfen und wir haben sehr viel typisch argentinisches gegessen. Lomito, Empanadas und dulces. Alles sehr lecker.
Am gleichen Wochenende war ich dann auch noch mit ein paar der Intercambios im Museum der Universität Nacional, eine der ältesten Universitäten Südamerikas. Dieses hatte mir meine Zivilrechtsprofessorin ans Herz gelegt, da es hier den originalen ersten argentinischen Códido Civil (sowas wie BGB) gibt. Leider habe ich den natürlich nicht gesehen. Trotzdem war es ganz nett.




Am Sonntag desselben Wochenende sind wir dann mit einer größeren Gruppe von Austauschstudenten zum ersten Mal in die Umgebung von Córdoba gefahren. An einen Ort, der sich Cuesta Blanca nennt und ca. eine Stunde entfernt ist von der Stadt. Das war vielleicht ein Abenteuer. Glücklicherweise hatten wir einige Austauschstudierende dabei, die bereits länger hier sind und sich auskannten, so konnten wir den Weg finden. Wobei Weg auch übertrieben ist. Man musste 75° steile Steinberge erklimmen. Und natürlich war nichts ausgeschildert. Aber das ist hier in Argentinien ganz normal, wie ich feststellen durfte. Die Strapaze mit einem zweistündigen Klettermarsch hat sich aber gelohnt. Wir wurden mit einem wunderschönen Strand und Wasserfall an einem kleinen Fluss belohnt und die Kombination aus sportlich und relaxen hat mir auch ganz gut gefallen. Leider hatte ich meine Kamera bei Malena vergessen und habe deshalb nur ein paar wenige Fotos mit dem Iphone aufgenommen. Und ich habe mir den größten Sonnenbrand in meinem ganzen Leben geholt. Wenn ich jetzt noch dran denke, tut es weh. Die Sonne hier in Südamerika ist eben ganz anders.

On my way.

Staudammromantik.

Ja, da mussten wir rüber.

Am höchsten Punkt mit Rachel und Shellypan.
Nach dem wunderschönen Wochenende war ich auch zum ersten Mal bei Espanol y Cerveza. Dies ist eine Veranstaltung, die von der Internationalen Gemeinschaft zweimal die Woche jeweils an unterschiedlichen Orten organisiert wird und man trifft viele interessante Leute und die Idee ist, dass man dabei die ganze Zeit Spanisch spricht.


Wer gewinnt, Morgan oder ich?
Über Ostern habe ich dann meine erste große Reise hier in Argentinien unternommen. Es ging nach Bariloche, was circa in der Mitte Argentiniens und sehr westlich und fast an den Anden liegt. Patagonien beginnt hier. Bariloche ist sehr bekannt für seine europäische Kultur. Insbesondere lassen sich hier viele Häuser im schweizerischen Stil und viele Menschen finden, die deutsch sprechen. Generell erinnert mich diese Region sehr an den Bodensee. Ich habe mich nach einer 23 stündigen Bustour dort mit Steffen und seinem Freund Kai getroffen. Und obwohl wir fast eine Woche frei hatten, konnten wir auf Grund der langen Fahrt nur 2 Tage dort sein. 2 sehr sportliche Tage, so dass wir am Ende des Tages kaum unsere Augen auf halten konnten. Leider hatte ich hier dann meine Speicherkarte vergessen, weshalb ich auch nur wenige Fotos zeigen kann, aber immerhin ein paar, die mir Kai und Steffen haben zukommen lassen. Ein wunderschöner Ort. Und verrückt ist, dass es im Süden hier ja immer kälter wird. Also verdrehte Welt!



1. Argentinisches Asado.

Mountainbiking.

Llaollao. Bekanntestes Hotel in Südamerika.




Steak essen.

Bergsteigen/ Wandern.
So ich hoffe dieser bilderlastige Post hat Euch gefallen und auch Ihr hattet schöne letzte Wochen.
xoxo Anja
ich weiß, dass ich schon lange leider nichts mehr gepostet habe, dafür habe ich etwas an dem Layout und weiteren Einstellungen an dem Blog gearbeitet, damit alles etwas persönlicher ist.
Viele haben mir gesagt, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn ich mich nicht häufig melden kann, weil no news good news. Aber ich will euch ja auch von meiner letzten Zeit berichten.
Mittlerweile bin ich nun schon 7 Wochen in Argentinien und Córdoba ist schon sowas wie ein zu Hause für mich geworden und es freut mich sehr, dass erzählen zu können.
Neuerdings habe ich zwei Tandempartner durch das Uniprogramm gewinnen können. Mit diesen habe ich mich auch schon ein paar mal getroffen. Sie heißen Malena und Tomás. Malena kommt im nächsten Semester für ein Jahr nach Frankfurt und spricht auch schon gut deutsch. Tomás war bereits ein Jahr in Passau und spricht schon fast perfekt deutsch, so dass ich ihm eigentlich kaum noch was beibringen kann, aber er unterstützt mich dafür umso mehr. Ich glaube das Tandemprogramm bringt wirklich viel und ich habe das Gefühl mich zu verbessern und es ist toll um Kontakt zu den Argentiniern aufzubauen.


1. Treffen mit Malena in einer netten Bar im Zentrum. 1. Mal Medialunas (noch süßere Croissants) gegessen.
Malena habe ich direkt am Wochenende dann noch mal in ihrem Haus besucht. Sie wohnt mit ihren Eltern etwas weiter von meinem Stadtviertel entfernt. So musste ich zum ersten Mal einen Bus nehmen. Diese werden hier Colectivos genannt und es existieren keine Routen, Uhrzeiten oder Bushaltestellen. Das ist schon etwas kompliziert, aber zum Glück hat mir Malena alles genau erklärt. Obwohl es noch nicht einmal Fahrpläne gibt, ist das System der Bezahlung dafür umso moderner. Hier gibt es Chipkarten, die man vorher in kleinen Kiosks aufladen muss und dann im Bus an die entsprechende Zahlstelle hält. Leider wusste ich nicht, dass man dann einen Beleg bekommt, den man bei einer eventuellen Kontrolle vorzeigen muss. Demenstprechend hatte ich diesen auch nicht. Und natürlich kam in meinem Fall der Kontrolleur. Aber armen Deutschen, die kaum Spanisch sprechen und auf Mitleid tun, kann man ja schon mal verzeihen und schließlich hatte ich ja auch wirklich bezahlt. Glück gehabt!

Malenas Haus.

Malena mit ihrer Schwester Alina.




Tereré. Eine abgeschwächte Form von Maté.
Bei Malena zu Hause habe ich dann ihre ganze sehr, sehr nette Familie kennen lernen dürfen und wir haben sehr viel typisch argentinisches gegessen. Lomito, Empanadas und dulces. Alles sehr lecker.
Am gleichen Wochenende war ich dann auch noch mit ein paar der Intercambios im Museum der Universität Nacional, eine der ältesten Universitäten Südamerikas. Dieses hatte mir meine Zivilrechtsprofessorin ans Herz gelegt, da es hier den originalen ersten argentinischen Códido Civil (sowas wie BGB) gibt. Leider habe ich den natürlich nicht gesehen. Trotzdem war es ganz nett.




Am Sonntag desselben Wochenende sind wir dann mit einer größeren Gruppe von Austauschstudenten zum ersten Mal in die Umgebung von Córdoba gefahren. An einen Ort, der sich Cuesta Blanca nennt und ca. eine Stunde entfernt ist von der Stadt. Das war vielleicht ein Abenteuer. Glücklicherweise hatten wir einige Austauschstudierende dabei, die bereits länger hier sind und sich auskannten, so konnten wir den Weg finden. Wobei Weg auch übertrieben ist. Man musste 75° steile Steinberge erklimmen. Und natürlich war nichts ausgeschildert. Aber das ist hier in Argentinien ganz normal, wie ich feststellen durfte. Die Strapaze mit einem zweistündigen Klettermarsch hat sich aber gelohnt. Wir wurden mit einem wunderschönen Strand und Wasserfall an einem kleinen Fluss belohnt und die Kombination aus sportlich und relaxen hat mir auch ganz gut gefallen. Leider hatte ich meine Kamera bei Malena vergessen und habe deshalb nur ein paar wenige Fotos mit dem Iphone aufgenommen. Und ich habe mir den größten Sonnenbrand in meinem ganzen Leben geholt. Wenn ich jetzt noch dran denke, tut es weh. Die Sonne hier in Südamerika ist eben ganz anders.

On my way.

Staudammromantik.

Ja, da mussten wir rüber.

Am höchsten Punkt mit Rachel und Shellypan.
Nach dem wunderschönen Wochenende war ich auch zum ersten Mal bei Espanol y Cerveza. Dies ist eine Veranstaltung, die von der Internationalen Gemeinschaft zweimal die Woche jeweils an unterschiedlichen Orten organisiert wird und man trifft viele interessante Leute und die Idee ist, dass man dabei die ganze Zeit Spanisch spricht.


Wer gewinnt, Morgan oder ich?
Über Ostern habe ich dann meine erste große Reise hier in Argentinien unternommen. Es ging nach Bariloche, was circa in der Mitte Argentiniens und sehr westlich und fast an den Anden liegt. Patagonien beginnt hier. Bariloche ist sehr bekannt für seine europäische Kultur. Insbesondere lassen sich hier viele Häuser im schweizerischen Stil und viele Menschen finden, die deutsch sprechen. Generell erinnert mich diese Region sehr an den Bodensee. Ich habe mich nach einer 23 stündigen Bustour dort mit Steffen und seinem Freund Kai getroffen. Und obwohl wir fast eine Woche frei hatten, konnten wir auf Grund der langen Fahrt nur 2 Tage dort sein. 2 sehr sportliche Tage, so dass wir am Ende des Tages kaum unsere Augen auf halten konnten. Leider hatte ich hier dann meine Speicherkarte vergessen, weshalb ich auch nur wenige Fotos zeigen kann, aber immerhin ein paar, die mir Kai und Steffen haben zukommen lassen. Ein wunderschöner Ort. Und verrückt ist, dass es im Süden hier ja immer kälter wird. Also verdrehte Welt!



1. Argentinisches Asado.

Mountainbiking.

Llaollao. Bekanntestes Hotel in Südamerika.




Steak essen.

Bergsteigen/ Wandern.
So ich hoffe dieser bilderlastige Post hat Euch gefallen und auch Ihr hattet schöne letzte Wochen.
xoxo Anja
LaAventuraargentina - 12. Apr, 00:19
