Donnerstag, 7. März 2013

Primera semana de la facu + bebidas + comidas

Hola chicos,

que tal?
Wie zu lesen ist, assymiliere ich mich immer mehr in Argentinien und passe mich der Sprache auch schon rein blogtechnisch an ;)
Das letzte Wochenende war grandios. Ich habe mich eigentlich jeden Tag mit Scherin, der anderen Deutschen, getroffen und wir haben einiges zusammen erlebt. So stelle ich mir zukünftige Wochenenden in Córdoba vor.
Von Fede wärmstens ans Herz gelegt wurde mir die Bar "Black Sheep" am Gran Pastol. Eigentlich ist das gar kein schwarzes Schaaf, sondern es gibt auch noch ein "White Sheep", welches den "tagsüber" Bereich beinhaltet. Hier haben wir uns bis jetzt nur aufgehalten, da das Wetter noch so schön ist und man draußen sitzen kann. Am Freitag zumindest bis um Mitternacht, denn dann haben die ersten Regentropfen uns nach Hause begeleitet. Und kaum dort angekommen, habe ich auch meinen ersten richtigen Regenschauer in Córdoba erlebt. Zum Glück von drinnen. Wer letzten Sommer in FFO war, hat vielleicht einige solcher Regengüße erlebt, aber generell kommen sie eher selten in Deutscland vor.
Zuvor habe ich mir jedoch nicht nehmen lassen meinen ersten Fernet in der neu entdeckten Lieblingsbar zu trinken. Fernet kommt aus Italien und der bekannteste und in Argentinien mit Abstand am verbreitesten ist der Fernet Branca aus Italien. Mit Cola gemischt ist er das No. 1 Getränk in Argentinien. Den ersten soll man für gewöhnlich gar nicht mögen, sich aber mehr und mehr daran gewöhnen. Da ich Samstag auch noch ein paar hatte, kann ich das bis jetzt noch nicht wirklich bestätigen. Es geht zwar, aber stellt euch Fernet einfach als eine Mischung aus Jägermeister und Aparol mit einem Spritz Weichspüler vor und danach mit Cola übergoßen. Ich denke das ist eine gute Beschreibung. Nichts desto trotz muss es in Zukunft zu meinem Lieblingsgetränk avancieren, da es einfach mit Abstand am billigsten in Argentinien ist und man sich sonst kaum was leisten kann ;)
Vom Black Sheep selber habe ich leider keine Photos, dafür aber vom alles umgebenden Gran Pastol, was bei Nacht wunderschön aussieht und in dessen Mitte, bzw. darüber sich dann das Black/ White Sheep befindet ;)

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Am Samstag dann habe ich mich von dem ersten Fernet erholen müssen. Dieser verursacht doch ein wenig Kopfschmerzen. Aber nicht zu lange mit der Erholung, denn in einer der privaten Residenzen wurde dann gleich die nächste Party gefeiert. Mit den besten selbstgemachten französischen Crepés die ich je gegessen habe. Klar, das ist nun auch nicht schwer, wenn man vorher noch nie selbstgemachte gegessen hat, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und wage zu behaupten, dass das auch die besten bleiben werden, die ich je essen werde. Und dazu dann natürlich noch der eine oder andere Fernet ;)

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Am Sonntag dann bin ich über den Mercado Norte geschlendert. Hier gibt es unglaublich tolle selbstgemachte und vor allem mal erschwingliche Sachen. Das wird mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch gewesen sein, denn der Markt versprüht einen unglaublichen Charme, wie man ihn in Deutschland maximal vom Karneval der Kulturen kennt, wobei es sich hier nur um eine Kultur handelt: die TOLLSTE! Zum Beispiel gibt es viele schöne Matétassen und Pullover aus Alpakawolle. Für den kommenden Winter genau das richtige. Anschließend, wie konnte es anders sein, wurde natürlich wieder in einem Café Rast gemacht. Tagsüber (-20 Uhr abends) kann man in kombinierten Restaurant-Cafés allerdings nur Sandwiches und Snacks bekommen. Mein eines bestelltes Sandwich artete dann aber in 4+Chips aus, also eine ausreichende Portion.

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Am Montag sollte er dann also endlich beginnen, mein erster Unitag. Jaja, was war ich aufgeregt, aber hier muss man ja erstmal sein Visum organisieren. Ein unglaublich aufwendiger und kostenintensiver Vorgang wie man feststellen musste. Zunächst also möglichst schnell ins Internationale Büro um einen Wisch abzuholen mit dem man dann zur Nationalbank laufen muss um Geld zu bezahlen. Dann zur Bank um das Geld zu bezahlen, aber nein, eine dreiviertelstunde ist dafür wohl etwas wenig. In Argentinien gibt es Schlangen bis vor die Bank, in denen man stundenlang warten muss und das beste: die Bank hat nur den halben Tag auf. Bis max. 1 Uhr mittags. Für die arbeitende Bevölkerung sehr freundlich. Wir mussten zum Glück nicht in der Schlange warten, die sich vor der im Innenraum auch riesigen Bank gebildet hat, sondern konnten zu einer kürzeren. Aber selbst hier war die Wartezeit so lang, dass wir noch einer Dreiviertelstunde entscheiden mussten zum Kurs zu gehen und die Schlange, Schlange sein zu lassen und das Geld, unbezahltes Geld.
Dann gab es nämlich den ersten Kurs, der vom Internationalen Büro organisiert wird: Lengua Castellana, was einfach nur Spanisch heißt. Einstufungstests, wie ich sie liebe!! Mal sehen, was bei rumgekommen ist. Nach diesem gings dann wieder zur Bank. Aber da wir erst um 12 Uhr Schluss hatten, hatten wir ja auch nur noch eine Stunde zum warten, wenig...zu wenig?
Glücklicherweise kam eine Frau herumgelaufen, die Menschen, deren Nase ihr gepasst hat in eine kürzere Schlange gestellt hat. Glücklicherweise gehörten wir Austauschstudierende dazu und ab gings. Bloß 20 Minuten warten für 20 Sekunden bezahlen ;) Aber: erledigt!!!
Wie ihr merkt finde ich dieses ganze Visumverfahren mehr als schwachsinnig. Es soll wohl insgesamt mit allem noch einen Monat so weitergehen. Spannend!

Nachmittags musste ich dann zum ersten Mal zum Campus außerhalb der Stadt. Ebenfalls spannend. Würden die kleinen Minibusse (Trafficos) wirklich rechtzeitig kommen? -Merke: positive Überraschung, hier klappt es bis jetzt ohne größere Probleme und lange Wartereien. Es finden sich immer schnell genug Leute, so dass der Traffico voll ist und man losfahren kann. Zum Glück! Nur ganz spät abends ist es etwas schwerer. In meinen Kurs habe ich mich dann einfach mal reingesetzt und so gut wie nichts verstanden. In den ersten paar Kursen werden immer nur organisatorische Sachen bekannt gegeben, aber es ist schon doof, wenn man gar nichts versteht. Zum Ende der Woche ist ganze schon etwas besser geworden.

Dienstag hatten wir dann eine Vorwahl der Kurse in den einzelnen Fakultäten. Auch alles schwer, wenn man kein Spanisch kann, aber irgendwie hat es ja geklappt. So habe ich also nun 3 Kurse an der Rechtsfakultät:

- Staatsrecht
- Kommunalrecht/ Provinzrecht
- Zivilrecht I

Gerade in Zivilrecht I bin ich im ersten Jahr. Da sind die alle bloß 17 Jahre alt! 17! Ich komme mir so alt vor und wie in der Schule, aber wenigstens sind alle aufgeschlossen und hilfsbereit und dadurch dass sie in Klassen sind, bemerken sie auch gleich immer die Austauschstudierenden.

Neben dem war ich noch ein paar mal abends weg und habe meine ersten Empanadas gegessen, aber im Prinzip ist nicht viel mehr passiert.

Ich hoffe euch geht es allen gut und bis bald.

xoxo Anja

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